Stell dir vor: Dienstagabend in Wesel, die Heizung fällt aus. Jemand sucht in der Google Maps App einen Notdienst und öffnet zwei Profile. Beim ersten steht unter „Dienstleistungen“ der Heizungsnotdienst, bei deinem nur die Kategorie, obwohl du den Notdienst genauso machst. Gut möglich, dass er beim ersten anruft.
Im Google-Unternehmensprofil trägst du unter „Dienstleistungen“ ein, was Kunden bei dir konkret buchen können. Sucht jemand in der Nähe nach einer dieser Leistungen, hebt Google sie in deinem Profil womöglich hervor.
Kurz gesagt
- Deine Kategorie sagt nur, was für ein Betrieb du bist. Dein ganzes Angebot sehen Kunden in der Google Maps App unter „Dienstleistungen“.
- Über „Dienstleistungen bearbeiten“ hakst du Googles Vorschläge für deine Branche an. Was fehlt, legst du selbst an, in den Worten deiner Kunden.
- Trag nur ein, was du heute wirklich anbietest.
- Preise und Telefonnummern gehören nicht in den Namen einer Leistung. Solche eigenen Einträge lehnt Google automatisch ab.
Der Selbsttest
Öffne dein Profil in der Google Maps App und geh diese fünf Fragen durch. Zu jedem Nein steht darunter, wie es sein sollte.
- Gibt es in deinem Profil den Bereich „Dienstleistungen“ mit Einträgen?
- Findest du dort die Leistungen, mit denen du hauptsächlich dein Geld verdienst?
- Heißen deine eigenen Leistungen so, wie Kunden danach suchen würden?
- Bietest du alles, was dort steht, heute noch an?
- Sind die Namen deiner eigenen Leistungen frei von Preisen und Telefonnummern?
Die fünf Fehler und wie es richtig aussieht
Fehler 1
Keine Leistungen eingetragen
Woran es hakt
Dein Profil ist eingerichtet, Öffnungszeiten und Fotos stimmen. Unter „Dienstleistungen“ steht aber nichts. Wer nachsehen will, ob du Notdienst machst oder Bäder umbaust, findet bei dir keine Antwort.
So sollte es sein
Unter „Dienstleistungen“ stehen die Leistungen, die du regelmäßig verkaufst. So trägst du sie ein, nach der Google-Hilfe:
- Ruf dein Unternehmensprofil auf und wähle „Dienstleistungen bearbeiten“.
- Hak die Vorschläge an, die zu dir passen. Google stimmt sie auf deine Branche ab, einem Sanitärbetrieb schlägt es zum Beispiel „Installation von Armaturen“ oder „Toilettenreparatur“ vor.
- Fehlt etwas, wähle „Weitere Dienstleistungen hinzufügen“ und dann „Benutzerdefinierte Dienstleistung hinzufügen“.
- Speichere.
Google prüft jede Änderung, meist innerhalb von zehn Minuten, manchmal dauert es bis zu 30 Tage. Findest du „Dienstleistungen bearbeiten“ gar nicht, schau zuerst, ob dein Profil bestätigt ist. Mit der Bestätigung zeigst du Google, dass du den Betrieb vertreten darfst, und erst danach kannst du alle Angaben bearbeiten. Ist es bestätigt, bietet Google den Bereich für deine Kategorie womöglich nicht an.
Fehler 2
Die wichtigsten Leistungen fehlen
Woran es hakt
Ein paar Vorschläge hast du irgendwann angehakt. Ausgerechnet die Wartung von Wärmepumpen, mit der du einen großen Teil deines Geldes verdienst, fehlt.
So sollte es sein
Deine wichtigsten Leistungen stehen alle im Profil. Eine eigene Kategorie für jede Leistung wählst du dafür nicht, davon rät Google ab.
Bietest du zwei Bereiche an, etwa Sanitär und Heizung, fügst du unter „Dienstleistungen bearbeiten“ mit „Weitere Unternehmenskategorie hinzufügen“ die zweite Kategorie hinzu und trägst darunter ihre Leistungen ein. Nach einer neuen Kategorie musst du deinen Betrieb womöglich noch einmal bestätigen. Wie du die Hauptkategorie wählst, steht in Warum dein Betrieb bei Google Maps nicht gefunden wird.
Fehler 3
Werkstattsprache statt Kundensprache
Woran es hakt
„Servicepaket S“ oder „Wartung Typ B“ versteht in deinem Betrieb jeder. Ein Kunde sucht so nicht. Er tippt, was er braucht.
So sollte es sein
Deine eigenen Leistungen heißen so, wie ein Kunde danach fragen würde: „Heizung Notdienst“, „Bad renovieren“, „Dachrinne reinigen“ oder „Herrenhaarschnitt“. Was genau dazugehört, steht in ein bis zwei Sätzen in der Beschreibung, die du zu jeder Leistung ergänzen kannst.
Fehler 4
Leistungen, die du nicht mehr anbietest
Woran es hakt
In der Liste stehen auch Arbeiten, die du seit Jahren nicht mehr machst. Ruft jemand genau deswegen an, musst du absagen, und ihr habt beide Zeit verloren.
So sollte es sein
Im Profil steht nur, was du heute anbietest und zeitnah erledigen kannst. Google verlangt in seinen Richtlinien korrekte Angaben zum Betrieb. Veraltetes entfernst du über „Dienstleistungen bearbeiten“: Leistung auswählen, „Dienstleistung löschen“, speichern.
Fehler 5
Preis oder Telefonnummer im Namen
Woran es hakt
„Notdienst ab 89 Euro, Tel. 0281 …“ als Name einer eigenen Leistung sieht nach guter Werbung aus. Google lehnt so etwas aber automatisch ab.
So sollte es sein
Der Name ist kurz und sagt, was der Kunde bekommt, etwa „Rohrreinigung“. Willst du einen Preis nennen, kommt er in das Preisfeld der Leistung. Deine Telefonnummer steht einmal im Profil, dort, wo Kunden sie zum Anrufen finden.
Was auf deine Website gehört
Tippt jemand in Google Maps auf deine Website, sollte er dort mehr über die Leistung finden, die er gesucht hat. Steht nur „Herzlich willkommen“ da, muss er selbst suchen.
Für den Anfang reicht zu jeder deiner wichtigsten Leistungen eine eigene Seite oder ein klarer Abschnitt: was du machst, in welchen Orten, echte Fotos und ein Knopf zum Anrufen oder für WhatsApp. Nenn die Leistungen dort mit denselben Worten wie im Profil. Google nutzt für Unternehmensprofile übrigens auch Informationen von der offiziellen Website eines Betriebs. Was auf einer Website sonst noch stimmen sollte, steht in Die 5 typischen Website-Fehler lokaler Betriebe.
Woher das stammt
Die Schritte und Googles Regeln stammen aus der Hilfe zum Google-Unternehmensprofil, abgerufen Anfang Oktober 2026. Die Tipps zu den Namen und zur Website sind meine Empfehlungen. Bei Suchen in der Nähe zählen laut Google vor allem Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zur Relevanz schreibt Google, dass sich ein Eintrag mit lückenlosen und ausführlichen Angaben leichter den passenden Suchanfragen zuordnen lässt. Eine bessere Platzierung unter den normalen Treffern lässt sich nicht kaufen.
Ich schaue mir dein Profil an
Alles, was oben unter „So sollte es sein“ steht, setze ich für dich um, im Google-Profil und auf deiner Website. Willst du erst eine Einschätzung, schreib mir Betriebsnamen und Ort. Du bekommst eine kostenlose Video-Einschätzung von drei bis fünf Minuten: Ich schaue mir Profil und Website am Handy und am PC an und zeige dir, welche Leistungen fehlen oder raus können und was ich zuerst angehen würde. Einen Platz ganz oben verspreche ich dir nicht.
Fürs Profil gibt es Lokalpräsenz 360°: anlegen für 290 Euro oder ein bestehendes aufräumen für 190 Euro, jeweils mit Kategorien, Leistungen und Beschreibung. In der Betreuung für 99 Euro im Monat beantworte ich jede neue Bewertung in deinem Ton und halte dein Profil aktuell. Kommt eine Leistung dazu oder fällt eine weg, sagst du es mir, und ich trage es ein.
Einmal im Monat bekommst du eine ausführliche Auswertung: was deine Kunden immer wieder loben, wo sich Kritik häuft und wie sich beides im Vergleich zum Vormonat entwickelt. Dazu gebe ich dir konkrete Tipps für deinen Betrieb, aus fast zehn Jahren, in denen ich selbst Betriebe geführt, aufgebaut und vermarktet habe. Die Betreuung ist monatlich kündbar, alle Preise sind netto.
Für die Website baue ich dir einen Auftritt mit eigenen Leistungsseiten, am Handy und am PC gut lesbar. Den Festpreis nenne ich dir nach dem Kennenlernen.
Autor: Manu. Die beschriebenen Situationen sind Beispiele, keine Berichte über bestimmte Kunden.
Geprüfte Quellen und Belege
6 Quellen anzeigen
Geprüfte Quellen und Belege
6 Quellen anzeigen1. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Dienstleistungen in Ihrem Unternehmensprofil verwalten (Hervorhebung bei Suchen in der Nähe, Bereich „Dienstleistungen“ in der Google Maps App, Vorschläge für die Branche, eigene Leistungen, keine Preise und Telefonnummern in Bezeichnungen, Schritte zum Eintragen und Löschen, weitere Kategorie)
2. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google (korrekte Angaben, Kategorie beschreibt den Betrieb als Ganzes, nur im Quiz: Beschreibung, Name des Betriebs, weitere Öffnungszeiten, Kategorien nicht als Suchwörter)
3. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Unternehmenskategorie verwalten (nicht für jede Leistung eine Kategorie, erneute Bestätigung nach neuer Kategorie, nur im Quiz: Beispiele und keine eigenen Kategorien)
4. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Was passiert mit Änderungen am Unternehmensprofil? (Prüfung von Änderungen, Dauer und Status, Bearbeiten nicht bestätigter Profile)
5. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Wie Google Informationen in Unternehmensprofilen und lokalen Suchergebnissen bezieht und verwendet (Informationen von der offiziellen Website)
6. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern (Bestätigung des Betriebs, Relevanz, Entfernung und Bekanntheit, lückenlose Angaben, keine gekaufte Platzierung)


